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13. Mai 2026

Betriebskonzept am Flughafen Frankfurt wird weiterentwickelt.

Die Deutsche Flugsicherung und Fraport haben in einer Sitzung der Fluglärmkommission Frankfurt ein weiterentwickeltes Betriebskonzept für den Flughafen Frankfurt vorgestellt. Dabei geht es um Änderungen bei Starts, die bei Westwind-Wetterlagen von der Centerbahn abheben. Bislang nutzen diese Flüge fast ausschließlich die sogenannte Südumfliegung, bei der Städte wie Raunheim und Rüsselsheim südlich umflogen werden. Die Anpassungen sind erforderlich, weil Abflüge über die Südumfliegung aus Sicherheitsgründen mit Starts auf der Startbahn West abgestimmt werden müssen, und dadurch die Kapazität dieses Verfahrens begrenzt ist.

Die Südumfliegung soll auch weiterhin bevorzugt genutzt werden, und zwar immer, wenn die Verkehrslage es zulässt. Zu verkehrsstarken Zeiten sollen jedoch auch mehr Flüge die vorhandenen Abflugrouten Richtung Nordwest nutzen. Da die Auswahl der Abflugroute dann vom Verkehrsaufkommen abhängt, wird es in den betroffenen Regionen unter beiden Abflugrouten auch weiterhin Tageszeiten ohne Lärm geben. Die Anpassungen betreffen weniger als zehn Prozent aller Flugbewegungen am Frankfurter Flughafen. Ohnehin finden zwei Drittel aller Starts bei Westwind nicht auf der Centerbahn, sondern auf der Startbahn West statt.

Das neue Betriebskonzept wird bereits bei der laufenden Überprüfung der Lärmschutzbereiche in Frankfurt berücksichtigt. Das Hessische Verkehrsministerium hat als zuständige Behörde festgestellt, dass die neuen Verfahren in Summe nicht zu mehr Lärmbetroffenen führen werden. Zudem entspricht das weiterentwickelte Betriebskonzept den Vorgaben des Planfeststellungsbeschlusses.

Um den Lärmschutz für Betroffene trotzdem zu verbessern, haben DFS und Fraport auch ein zusätzliches Lärmschutzpaket entwickelt, das einige Maßnahmen enthält: So sollen bei Westbetrieb Lärmpausen nordwestlich des Flughafens bis 6 Uhr morgens festgeschrieben werden, die wann betrieblich möglich bis 7 Uhr verlängert werden. Zudem soll Anwohnern ein über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehender passiver Schallschutz mit erweiterten Erstattungsmöglichkeiten angeboten werden. Und es soll eine transparente Information dazu geben, welche Abflugverfahren in welchem Umfang genutzt werden.

Weiterführende Informationen:

Pressemitteilung Deutsche Flugsicherung DFS

Mehr zum Thema auf dem Fluglärm-Portal:

Lärm vermeiden - Innovative Flugverfahren

Passiver Schallschutz

Daten & Fakten Flughafen Frankfurt

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